Montag, 26. April 2010
Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu seh'n
Sonntag, 11. April 2010
LACH- UND SACHGESCHICHTEN

Nachdem Mama und Papa wieder auf dem Weg nach Good-Old-Ostfriesland waren, habe ich mich entschlossen, einen langen Spaziergang zu machen und da der Schnee nun endgültig weg ist, dachte ich mir, ich versuche mal, ganz um den See herum zu gehen. Gesagt, getan. Irgendwann ging die Straße nicht weiter und somit war ich gezwungen einen kleinen Trampelpfad durch den Wald zu nehmen um zur nächsten Straße zu gelangen. Im Wald bin ich dann en wenig auf die Felsen geklettert und entdeckte plötzlich viele kleine Schoko-Ostereier. Na gut, vielleicht keine Ostereier, aber so sah es jedenfalls aus. Mmhhh, dachte ich, könnte von nem Tier stammen und nach intensiver Google-Recherche ist es nicht mehr zu bestreiten: Das war Elchscheiße (entschuldigt bitte diesen Ausdruck)!!!!!!!!!!! Es ist also bewiesen: HIER GIBT ES ELCHE!!!!!!! Nun muss ich mich nur noch auf die Lauer zu legen, vll seh ich dann ja doch nochmal einen in freier Wildbahn. Wie deutsch ich doch noch bin :)
Wie und warum Schweden erwacht, erfahrt ihr nach der nächsten Maus:
Samstag, 3. April 2010
GLAD PÅSK - FROHE OSTERN
Donnerstag, 1. April 2010
Erlebnisse über Erlebnisse
Nachdem mein Besuch aus der Heimat wieder weg war, habe ich 3 Tage normal gearbeitet, bevor es dann auf ein Wochenendlager mit unseren Winterkonfis ging. Dieses Mal fuhren wir nach Stenungsö, eine Insel gar nicht mal so weit entfernt von hier. Die Anlage war ganz schön, aber nicht der Standard, den wir hier eigentlich gewöhnt sind (klingt ganz schön krass, ich weiß). Zum Beispiel war die dortige kleine Kirche nicht beheizt, sodass man beim Singen seinen Atem sehen konnte. Bei Minusgraden draussen ist das auch kein Wunder. Aber wir haben ein tolles Wochenende gehabt, an dem es hauptsächlich um "Redovisning" ging. Die Konfirmanden erarbeiten in Kleingruppen zu je einem Thema, das während des Jahres behandelt wurde, eine Präsentation in Form eines Vortrags, eines Theaters, eines Liedes oder wie auch immer. Diese Präsentationen werden dann auf einem gesonderten "Redovisningsfest" den nächsten Angehörigen vorgeführt. Aber natürlich haben wir auch gemeinsam gespielt, sind spazieren gegangen, haben Andachten und einen Gottesdienst gehabt, etc. Besonders an dieser Freizeit war für mich die "Kreuzwanderung", auf der die Konfis mit verbundenen Augen (aber mit Führung) in einer Art Stationenlauf den Leidensweg Jesu nachempfinden sollten. Vielleicht ein bischen krass, aber ziemlich interessant und intensiv.
Nachdem ich am Sonntag wieder zuhause war, hieß es Tasche auspacken und wieder neu packen. Denn am Montag (22/3) ging es für mich Richtung Stockholm. Das hieß, um 7 Uhr aus dem Haus, um 7:42 Uhr mit dem Zug los. In Stockholm angekommen, traf ich mich mit Jenne und gemeinsam machten wir uns völlig unmotiviert auf den Weg zu unserem EVS-Seminar nach Lidingö. Begonnen wurde das Seminar mit dem Essen (ein Lichtblick des Seminars, denn das Essen dort ist richtig gut) und dem Wiedertreffen einiger anderer Volontäre (ein weiterer Lichtblick). Um halb 2 begann dann der eigentliche Teil des Seminars. Mit einem Leiter namens Bengt spielten wir typische Team-Buildings-Spiele, für die wir allerdings vll schon etwas zu alt und zu lange im Jugendbereich arbeiten, sodass jedem Spiel eine, so finde ich, völlig sinnlose Diskussion um das Ziel des Spiels und den gemeinsamen Weg dorthin gab. Nun gut. Um 3 hatten wir dann auch schon frei. Nach dem Abendessen, kam Kristina uns besuchen und wir haben einen lustigen Abend verbracht.
Der nächste Seminartag bestand dann aus Präsentationen aller Freiwilliegen über die jeweiligen Projekte. Es war ziemlich interessant, mal zu hören, was die anderen so machen. Es gibt ganz schön viele Möglichkeiten, einen Freiwilligendienst abzuleisten. Allerdings war auch dieser Tag um 3 Uhr nachmittags wieder vorbei. Ganz schön blöd irgendwie.
Am letzten Seminartag hatten wir noch eine Einheit über den sogenannten Youthpass (eine Art Zeugnis über unseren Freiwilligendienst, die wir aber selber schreiben; ich weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll) und über unsere restliche Zeit des Dienstes. Noch einmal leckeres Mittagessen und eine Fika und dann ging es ab in die Stadt. Nachdem ich mich von Jenne verabschiedet hatte, machte ich mich auf den Weg nach Sollentuna zu Kristina, die mich schon am Bahnhof erwartete. Kristina zeigte mir das neue Sollentuna-Center, eine recht große Passage, und anschließend spazierten wir (es war nämlich richtig schönes Wetter mit +6°C) durch Sollentuna zu ihrer Gemeinde. Dort blieben wir bis ca. halb 8, da Kristina noch eine Kindergruppe hatte. Super spannend, mal die Arbeit in einer anderen Gemeinde zu sehen. Am Abend kochten wir uns noch etwas leckeres, quatschten und gingen recht früh ins Bett.
Donnerstag begannen wir unseren Tag im Nordischen Museum in Stockholm. Dort sind Teile der Geschichte Schwedens ausgestellt, z.B. Einrichtungsgegenstände und ganze Wohnungen, die Geschichte der Samen und zur Zeit auch Kleidungsstücke der vergangenen 300 Jahre. Ein ziemlich lohnenswertes Museum, muss ich sagen. Nach dem Museumsbesuch machte Kristina sich auf den Weg zur Arbeit und ich mich zum "Junibacken". Ein Museum, wie für mich gemacht :). Dort sind die Orte verschiedener schwedischer Kindergeschichten ausgestellt. So konnte man zum Beispiel in die Villa Kunterbunt, in Petterssons Küche und Werkstatt, ins Mumin-Haus, uvm. Viele der Häuser waren so gebaut, dass Kinder dort wunderbar drin rumklettern können. Man müsste nochmal ein kleines Kind sein.... ;). Später konnte man dann mit einer Art Gondel über verschiedene "Geshichten" fahren. Dabei wurde dann etwas zu der Geschichte oder der Inhalt dieser in Kurzform erzählt. Man fuhr mit der Gondel über den Hof Katthult, über das Land "Nangijala" der Brüder Löwenherz, über die Mattisburg von Ronja, zusammen mit Karlsson über Stockholm und über einige weitere Geschichten. Herrlich!!!!!
Nach ein wenig Kind-Sein war ich wieder bereit für "ernsthafte Kultur" und statte dem Vasa-Museum einen Besuch ab. Nun gut, Schiffe und Geschichte sind nun nicht gerade das, was mich brennend interessiert, aber dennoch ist es echt erstaunlich, wie mächtig und detailliert und wie gut das Schiff nach so langer Zeit auf dem Meeresgrund erhalten ist (95% sind original). Wirklich beeindruckend. Auch das "Drumherum" ist ziemlich gut gemacht, man bekommt einen guten Eindruck vom damaligen Leben an Bord. Die Ausstellung einiger Skelette, die am Wrack gefunden wurden, und deren Rekonstruktionen machen das Schiff noch mehr lebendig. Auch dieses Museum hat sich wirklich gelohnt.
Aber damit auch genug Museum für einen Tag. Am Bahnhof traf ich mich wieder mit Kristina und gemeinsam fuhren wir nach Södermalm. Dort haben wir ersteinmal eine Waffel gegessen. Schließlich war ja Waffeltag =). Danach sind wir ein bischen durch die Straßen und Geschäfte dieses alternativen Viertels gestreift und haben uns in einem ebenso alternativen Café eine Fika gegönnt - so einen wahnsinnig leckeren Blaubeer-Milchshake wie dort habe ich noch nie gehabt... mmmmmhhhhhhhh :P.
Freitag begann unser Tag bei Indiska, einer stark indisch beeinflussten Kleidungs- und Einrichtungskette, denn schließlich gab es heute 20% auf alles, was wir natürlich ausgenutzt haben - als Volontär muss man schließlich sparen :D. Nach unserem erfolgreichen Shopping-Ausflug fuhren wir dann wieder nach Djurgården (auf der Insel befinden sich auch das Nordische Museum, Junibacken und das Vasamuseum), um ins Freilichtmuseum Skansen zu gehen. Dort sind verschiedene regionaltypische schwedische Häuser, Gehöfte oder auch ganze Siedlungen aufgebaut. Außerdem kann man dort verschiedenes altes Hanwerk und Einkaufsläden besichten. So gab es dort z.B. eine Glasbläserei, einen Schreiner, einen Gewürzhandel, ein Eisenwarengeschäft, einen Bäcker, uvm. Leider waren nur wenige Häuser geöffnet. Außerdem gab es im Skansen einen Zoo mit den typischen skandinacischen Tieren (Elch, Vielfraß, Luchs, Bär, Eulen, Rentiere, Wisent, ...), einen Platz an dem der Midsommarbaum aufgebaut war, Dalapferde in Lebensgröße, ... und zu guter Letzt das Streicholzmuseum, in dem hunderte bunte Streichholzschachteln ausgetellt sind. Das Skansen hat sich auch echt gelohnt, aber ich denke, im Sommer ist es noch viel schöner dort.
Am Abend sind Kristina und ich dank eines 2 für 1 - Gutscheines chinesisch essen gewesen.......mumms, wie der Schwede sagt!
Am Samstag haben wir an einem Spieleworkshop teilgenommen, den mein Mentor und sein Kumpel in Stockholm gehalten haben. Zum Glück haben wir die beiden schon in der U-Bahn-Station getroffent, denn leider hatten weder wir noch die beiden die richtige Adresse des Gemeindehauses, in dem der Workshop stattfinden sollte. Dank GPS im I-Phone und mehreren Telefongesprächen mit den dortigen Leitern sind wir mit rund 25 Minuten Verspätung angekommen (Wir hätten noch 2 U-Bahn-Stationen weiter fahren können). Der Workshop war ziemlich interessant, obwohl ich viel schon kannte. Nach dem Workshop haben uns Johan und sein Kumpel noch auf eine Pizza und ein Bier eingeladen (ein Starkbier kann nach langer Abstinenz ziemlich reinhauen ;) ).
Nach einigen Stunden Zug- und Busfahrt war ich dann glücklicherweise wieder zuhause:)
Doch Ausschlafen war leider nicht drin. Denn erstens wurde uns alle ja in der Nacht zum Sonntag eine Stunde geklaut und zweitens stand der nächste Besuch vor der Tür. Früh morgens um halb 9 traf ich Sara und Michaela am Göteborger Bahnhof. Da es ja noch ziemlich früh war, stärkten wir uns ersteinmal mit einem Frühstück, bevor wir uns auf den obligatorischen Göteborg-Entdeckungs-Spaziergang machten, der nahezu alle Göteborger Sehenswürdigkeiten beinhaltet. Doch ein kleines Plus gab es doch, das mein anderer Besuch nicht zu sehen bekam: Eine Modenschau in unserem Einkaufszentrum. Als begeisterte Germanys Next Topmodel - Zuschauerinnen konnten wir natürlich alle Models wunderbar kommentieren. "Für dich habe ich leider kein Foto" - einfach herrlich lustig!!!!! Am Abend waren wir ziemlich kaputt und fielen nach unseren Taccos völlig übermüdet ins Bett.
Am Montag stand Shopping auf dem Programm. Denn dafür ist Göteborg, so finde ich die perfekte Stadt - große Auswahl, alles nah beieinander. Abgerundet wurde der Tag durch einen Abstecher ins Café - drei Mal dürft ihr raten - Villa Villekulla mit Kuchen und heißer Schokolade, wo wir uns mit Franzi und ihrer Freundin aus Deutschland und mit Susi trafen. Am Abend gab es natürlich und typisch schwedisch Köttbullar :)
Am Dienstag war wunderbarstes Frühlingswetter, sodass wir uns entschlossen auf die Schären zu fahren. Wir fuhren wieder bis Styrsö und von da aus liefen wir immer schön am Wasser entlang und über eine Brücke nach Donsö. Dort, wo vor 2 Wochen noch alles verschneit und zugefroren war, ist alles felsig, aufgetaut und beginnt so langsam grün zu werden. Am Hafen von Donsö holten wir uns im Supermarkt ein Eis und setzten uns in die Sonne und genossen das - für mich erste - Eis des Jahres. Nun ist wirklich Frühling (naja, fast, jedenfalls)
Wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell, denn am Mittwoch morgen um viertel vor 6 hieß es schon wieder Abschied nehmen :(......ich hatte wieder wunderbare Tage mit lieben Freunden. Ein fettes DANKE an euch und ich hoffe, euch hat es auch gefallen!!!!!


