Mittwoch, 26. August 2009

osthyveln och frisören

Neuer Tag, neue Erlebnisse..... heute Vormittag hatte ich Sprachkurs, aus dem es allerdings nichts spannendes zu berichten gibt.
Um 1 traf ich mich dann mit Susi in Göteborg. Wir fuhren in das Viertel Haga, in dem es viele kleine Cafés und Geschäfte gibt (ich glaub, ich hab schon mal drüber geschrieben). In einem dieser kleinen Cafés machten wir Lunch und aßen eine Kleinigkeit! Anschließend ließen wir uns von der Stadt treiben, saßen kurz im Kungsparken und entschlossen uns ganz spontan, eine kleine Bootstour durch Göteborg zu machen. Für uns "Studenten" gab es sogar einen Rabatt von 20%, und das, ohne nen Ausweis vorzuzeigen, nicht schlecht, oder? Also, diese Bootstour - wir hatten das Glück, dass die Führung auf schwedisch und deutsch war, welche ein durchaus attraktiver Schwede namens Gerd machte - war echt der Knaller!!! Es fing ganz harmlos an, es wurde so dies und das gezeigt, ein Haus mit der Hausnummer 17 1/2, verschiedenene Gebäude, Parks und Brücken. PLötzlich sollten wir uns jedoch auf den Boden legen, da die nächste Brücke "osthyveln" (der Käsehobel) sei. Das war echt ein Spaß! Weiter ging es dann mit hohen Wellen und vielen Spritzern über den Göteborger Hafen (bzw. Göta Älv) entlang der Oper, einigen Werften, dem Dänemarkkai und einer Kirche, deren Wetterhahn einst den ersten Platz im Schönheitswettbewerb für Wetterhähne gewonnen hat. Ich sag ja, die Tour war der Knaller! Nach dem Hafen ging es unter "frisören" (der Frisör) - hier musste man sich nur ducken, nicht hinlegen - zurück in die Göteborger Innenstadt vorbei an weiteren Sehenswürdigkeiten. Am Lustigsten an dieser Fahrt war aber auf jeden Fall "osthyveln" und die Tatsache, dass Gerd alle Witze erst auf schwedisch (die Schweden lachten) und dann auf deutsch (tja, was war wohl dann ;) ) riss! Nach 50 Minuten war diese Fahrt beendet. Schade eigentlich!

Dienstag, 25. August 2009

Begegnungen und so was ...

SÖNDAG
Um 11:00 Uhr (wie herrlich!!!) beginnt der Gottesdienst in Nol. Da mein Fahrrad momentan noch einen Platten hat, fuhr ich also mit dem Bus dorthin. An der Budhaltestelle konnte ich zwei kleine Jungen beobachten, die in der gegenüberliegenden Waschstrasse ihre kleinen, coolen Räder putzten und anschließend mit dem Luftschlauch überall trockneten - wirklich überall, sogar in dem Rohr des Lenkers. Wirklich zum Schmunzeln!
In der Kirche wurde ich sehr nett begrüßt, vom Gottesdienst hab ich allerdings nicht sehr viel verstanden, allerdings habe ich doch mitbekommen, dass auch eine Fürbitte für mich gehalten wurde. Fand ich voll toll. Da fühlt man sich doch gleich gut aufgenommen. Nach dem Gottesdienst, der für diese kleine Kirche doch recht gut besucht war, gab es eine gemeinsame Fika. Dort saß ich neben einer Frau, die mir erzählte, dass sie vor ca. 20 Jahren in genau der Wohnung gewohnt hat, in der ich jetzt wohne. Lustig! Außerdem habe ich eine sehr coole alte Lady kennengelernt, etwa so in dem Alter von Oma. Sie war früher Deutschlehrerin im Gymnasium und freute sich riesig mit mir deutsch reden zu können, denn sie mag es sehr gern, wie sie mir sagte. Als ich mich dann auf den Weg machen wollte zurück in meine Wohnung, verabschiedete sie mich mit den Worten: "Ich hoffe, wir sehen uns wieder. Damit ich mehr deutsch sprechen kann." Das war eine absolut tolle Begegnung und ich hoffe, dass ich diese alte Lady (deren Namen ich leider vergessen hab) bald wiedersehe.
Am Nachmittag machte ich einen großen Spaziergang um hier die Gegend ein bischen zu erkunden. Leider führte mein Weg nur durch Wohnsiedlungen und nicht in den Wald, denn neben der Straße ist zwar meistens Wald, jedoch gehts direkt meterhohe Felsen hoch. Da muss ich wohl noch ein bischen weitersuchen.

MÅNDAG
Mein Gebi-ba-burtstag!!! Zwischedurch ein wenig traurig und mit etwas Heimweh belastet (vor allem beim Geschenke und Päckchen auspacken), aber alles in allem schön! Am Morgen gingen Johan, Mikael, Katharina und ich in eine Privatschule, um dort den Konfirmandenunterricht vorzustellen. Anschließend gabs eine Fika im Café, Mikael hat mich eingeladen, weil es ja mein Geburtstag war. Ich sollte mir aussuchen, was ich wolte. Ich wollte einen Tee und eine Kanelbulle. DAs konnte er gar nicht verstehen: "Nur ein Tee und eine Kanelbulle? Du kannst dir aussuchen, was du willst. Es ist dein Geburtstag!!!" mmmh, komisch, scheinbar war das etwas wenig.
Nachmittags fuhr ich nach Göteborg, um mich mit Susi und Nils zu treffen. Zunächst fuhren wir zu Nils, begutachteten seine Wohnung und hingen dann ein wenig im Park ab und aßen Geburtstagskuchen. Herrlich bei dem Sonnenschein!!!! Geburtstagsfoto <:D :
Tisdag
Heute hatte ich Sprachkurs am morgen. Ich werde zunächst in dem Anfängerkurs bleiben, ein wenig sprechen üben und kann dann vll in 1 oder 2 Wochen in einen anderen Kurs wechseln, je nachdem, wie es läuft. Im Kurs habe ich mit Jahwid aus Afghanistan an einem Tisch gesessen und mich auch ein wenig mit ihm unterhalten. Er meinte, er kann sich vorstellen, dass es hart ist, ganz allein hier zu sein und niemanden zu kennen. Wenn ich allein wär und wollte, könnte ich ihn und seine Familie (er lebt hier mit seiner Frau und seinen Schwiegereltern, ist allerdings selber erst vor 3 Wochen hergekommen, seine Frau lebt hier schon 6 Jahre) gerne besuchen kommen. Fand ich sehr nett!
Anschließend fuhr ich nach Nol (wieder mit dem Bus, mein Rad is immer noch platt), dort hatte ich ein Mitarbeitermeeting mit Mikael, Pernilla, Ing-Britt (mit ihnen werde ich auch Gruppen machen) und Ingemar. Sie haben sich bemüht, langsam zu sprechen (die Göteborger sprechen im Allgemeinen sehr schnell), damit ich auch was versteh. Naja, so n bischen hab ich schon verstanden :D!!! Anschließend bekam ich dann von Dan meinen Arbeits-PC und mein Arbeitshandy. Hahahah!!!!! Alles in meinem eigenen Büro!!!!!! HIhihihi! Mehr war heut auch nicht los, da meine Dienstagsgruppe erst nächste Woche startet. (ebenso wie meine Mittwochsgruppe, also hab ich morgen nachmittag frei. dann werd ich mich mal ans Fahrrad aufpumpen machen). Hej då!

Samstag, 22. August 2009

Wald und See, ich genieß das Leben sehr, wenn ich schwimmen geh....

*hihi* für alle, die sich erinnern an den Freizeitsong 2003 in Schweden

Naja, ganz so war es nicht, aber beginne ich vorn. Heut war wieder ein ereignisreicher Tag. ... Alles begann in Nol an der Kirche, wo ich um 9 sein sollte, um einen Ausflug mit Jugendlichen zu machen. Mehr wusste ich bis dato nicht :)
Also, dieser Tag war für Jugendliche, die im nächsten Jahr konfirmiert werden, die nun zum Konfirmandenunterricht gehen, für die die fadder (eine Art Jugendleiter) werden wollen und für die, die bereits fadder sind. Björn, Andreas (Pastoren), Pelle, Katharina (Gemeindepädagogen) und Nicole begleiteten die Fahrt. Mit einem Bus, der rund eine Stunde später eintraf als bestellt, fuhren wir ca. 1 Std. nach Helsjön. Dort befindet sich ein kirchliches Freizeithaus (wir werden dort auch unsere Seminare haben), das direkt und sehr idyllisch mitten im Wald an einem See liegt.
Zunächst gab es eine Fika, dann eine Andacht mit Abendmahl, dann eine kurze Einheit in den verschiedenen Gruppen. Nach dem sehr leckeren Mittagessen gingen wir runter zum See und machten eine kurze Vorstellungsrunde, in der ich *stolz* das erste Mal vollständige Sätze in schwedisch von mir gab. Tja, das gab Beifall....sehr amüsant :D. Die ganz Harten schwammen und/oder waren mutig und sprangen von den dortigen Klippen. Mir war es dann doch etwas zu kalt! Am Nachmittag spielten wir auf dem dortigen Fußballplatz Brennball: Konfirmander vs. faddrar (incl. "stuff"). Okee, die Konfirmanden haben gewonnen, bzw. Pelle hat sie gewinnen lassen ;). Noch einmal Fika, und ab nach Hause.....hier bin ich nun!

Freitag, 21. August 2009

kaffe, kanelbulle och fika

Gestern war ein unglaublich langer, anstrengender Tag..... Mein Mentor Johan holte mich um 9 Uhr ab, wir waren zunächst hier und da....in Älvängen, in 2 Schulen (evtl. kann ich in der Privatschule mal am Deutschunterricht teilnehmen, das wär so super!!!!!), in Starrkärr (aufm Land, absolut schön dort!), bei Fiffi (Inhaberin eines Cateringservices) Kaffee trinken und meinen Wochenplan erstellen, dann hatten wir ein Meeting in Älvängen, in dem es um den Konfirmandenunterricht ging. Naja, verstanden hab ich kaum was, aber Johan und Nicole (Pfarramtsstudentin im Praktikum) haben sich sehr viel Mühe gegeben, mir im Groben zu übersetzen, worum es ging. Anschließend fuhren wir nach Nol, sprachen über die bevorstehende Jugendgruppe, gingen für die Fika (eine Art Kaffepause, in der auch Kleinigkeiten gegessen werden, gehört überall dazu :)) einkaufen und genossen die Sonne ein wenig. Obwohl die Jugendgruppe erst um 19 Uhr startet waren die ersten beiden Mädchen bereits um 17 Uhr da. Naja, sie wollten gerne Kuchen backen, also machten Nicole, ich und die zwei Mädels uns erneut auf den Weg zum Supermarkt, kauften ein und machten 2 absolut süße Torten mit Beeren, Zitronenmarmelade, Sahne und Weintrauben. Lecker, aber nur ein kleines Stück.....viel zu süüüüüüß ;). Nach und nach kamen immer mehr (22) Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Alle sehr nett, bemüht mit mir Englisch zu sprechen und irgendwie unserer Jugendgruppe zuhause sehr ähnlich. Zunächst stand die Fika an...es gab Sandwiches und besagte Torten. Dem folgte eine Bibelarbeit, dann gabs ein Spiel oder die Gelgenheit einfach so ein wenig abzuhängen und das Ganze endete mit einer lebendigen Andacht in der Kirche (Kirche, Gemeindesaal, Büros etc. sind alle in einem Gebäude und sind miteinander verbunden). Ein wirklich anstrengender Tag, der um 22.30 Uhr endete, nicht zuletzt bedingt durch die fremde(n) Sprache(n).
Heute hatte ich einen freien Tag, der leider mit Regen begann. Gegen späten Vormittag machte ich mich auf den Weg nach Göteborg, wo ich mit Johan verabredet war. Da sein Sohn schlief, trafen wir uns in seiner Wohnung (Wahnsinn, dieser Ausblick auf den Hafen!!!!!!), tranken Tee und quatschten ein wenig. Später machten wir uns auf den Weg durch die Innenstadt. Herrlich! Johan zeigte mir schöne kleine Gassen mit gemütlichen Cafes, einen Bäcker bei dem es Kanelbullar mit einem Durchmesser von schätzungsweise 15-20cm gibt, und kleinen, feinen Boutiquen, aber auch die Haupteinkaufsstrasse. Nen kleinen Überblick hab ich nun, aber ich denke, es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich dort richtig zurechtfinde.
Mittlerweile geht es mir auch recht gut hier, ich fühle mich wohl und mag die Leute, mit denen ich zu tun habe. Auch wenn der Abschied von der Heimat und meinen Lieben wahnsinnig schwer war, kann ich mich hier, glaub ich, gut eingewöhnen. Grade hab ich mit Susi telefoniert und sie erzählte mir, dass hier in Nödinge-Nol noch eine weitere deutsche Freiwillige sein soll, die sie auf dem EVS-Seminar kennengelernt hat. Die werd ich doch direkt mal anschreiben ;) Naja, und an meinem Geburtstag werd ich auch nicht allein sein.....ich treff mich nachmittags mit Susi in Göteborg. Das wird bestimmt sehr nett werden. Freu mich schon darauf!
hejda°!

Mittwoch, 19. August 2009

Angekommen

So, hier bin ich. Nach einer doch recht langen Fahrt gestern, haben Mama und Papa mich gestern hier wohlbehalten abgeliefert. Empfangen wurde ich von meinem Mentor, Johan. Er brachte uns zu meiner - wirklich sehr schönen und großzügigen - Wohnung in Nödinge. Auf der Fahrt dorthin zeigt sich Schweden zunächst nicht so, wie ich es bisher kennen gelernt habe. Entlang des Göta Älv ist zur Zeit eine riesige Baustelle und an den Straßenseiten sieht man viel Industrie (hauptsächlich Steinabbau oder wie auch immer man das nennt). Nichts mit purer Natur :). Dennoch ist der Ort, in dem ich wohne, recht schön, Einkaufsmöglichkeiten sind direkt um die Ecke und auch von der Industrie ist hier nichts zu sehen und von der Baustelle nichts zu hören. Nachdem all mein Zeug in meiner Wohnung verstaut war, zeigte Johan uns die Kirche in Nol. Eine total schöne, sehr kleine Kirche mit einer warmen Athmosphäre.
Heute morgen um 8:20 Uhr startete dann gleich mein Sprachkurs. Anschließend fuhren Mama, Papa und ich noch ein wenig ins "Hinterland", wo Schweden einfach Schweden ist. Wald, Wald, Wald und plötzlich ein See.....herrlich!!! Auch eine Badestelle ist nicht weit von hier, allerdings ist der Weg dorthin recht hügelig. Ich muss noch herausfinden, ob dort vll ein Bus hinfährt. So um halb 12 hieß es dann Abschied nehmen. Echt keine leichte Sache, aber wir haben es, wenn auch schweren Herzens, gemeistert. Um 1 war ich dann mit meinem Pastor Mikael verabredet - Bankkonto eröffnen, Schlüssel für die Kirche, etc.
So, das wars fürs erste aus Schweden....

Dienstag, 11. August 2009

Gartenparty


Am vergangenen Samstag habe ich eine Gartenparty zur Verabschiedung geschmissen. Fast alle meiner liebsten waren da. Zum Glück hat auch das Wetter gehalten und der versprochene Regen blieb aus. So konnten wir bis morgens um 4 richtig schön feiern.

Heut in einer Woche werde ich dann in das große Abenteuer aufbrechen. Früh morgens, so zwischen 4 und 5 Uhr, soll es losgehen in Richtung Norden. Mama und Papa werden mich hinbringen. Da kann ich den Kofferaum so richtig schön voll packen und nen ganzes Stück Heimat mitnehmen=)